Dilatative Kardiomyopathie (DCM) beim Hund

24. August 2026

Die Dilatative Kardiomyopathie (DCM) gehört zu den wichtigsten Herzerkrankungen größerer Hunderassen. Sie entwickelt sich häufig schleichend und verursacht anfangs kaum Beschwerden. Da die Erkrankung oft erst im fortgeschrittenen Stadium erkannt wird, sind regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen bei gefährdeten Hunden besonders wichtig.

Was ist eine DCM?

Bei einer DCM wird der Herzmuskel schwächer und die Herzkammern erweitern (dilatieren) sich. Dadurch verliert das Herz an Pumpkraft und kann den Körper nicht mehr ausreichend mit Blut versorgen.

Mit fortschreitender Erkrankung kann es zu Herzrhythmusstörungen, Herzschwäche und Flüssigkeitsansammlungen in der Lunge oder im Bauchraum kommen.

Welche Hunde sind besonders betroffen?

Die DCM tritt vor allem bei mittelgroßen und großen Hunderassen auf. Besonders häufig betroffen sind beispielsweise:

  • Dobermann
  • Deutsche Dogge
  • Boxer
  • Irish Wolfhound
  • Neufundländer

Auch andere große Hunderassen können erkranken. Bei einigen Rassen besteht eine genetische Veranlagung.

Welche Symptome können auftreten?

Die Erkrankung entwickelt sich meist über Monate oder Jahre. Anfangs zeigen viele Hunde keinerlei Auffälligkeiten.

Mit Fortschreiten der Erkrankung können unter anderem folgende Symptome auftreten:

  • verminderte Belastbarkeit
  • schnelle Ermüdung
  • Husten
  • erhöhte Atemfrequenz oder Atemnot
  • Leistungsschwäche
  • Ohnmachtsanfälle
  • Gewichtsverlust bei runderem Bauch

Manche Hunde entwickeln Herzrhythmusstörungen, die zunächst unbemerkt bleiben, aber das Risiko für einen plötzlichen Herztod erhöhen können.

Wie wird eine DCM diagnostiziert?

Erste Hinweise zeigen sich in einer gründlichen klinischen Untersuchung, v.a. beim Auskultieren des Herzens. Oft zeigen sich eine erhöhte Herzfrequenz (Tachykardie) und/oder eine Rhythmusstörung (Arhythmie). Zur sicheren Diagnose werden verschiedene Untersuchungen kombiniert. Die wichtigste ist der Herzultraschall (Echokardiographie), mit dem die Größe und Pumpfunktion des Herzens beurteilt werden können.

Je nach Befund ergänzen:

  • EKG (Elektrokardiogramm)
  • Langzeit-EKG (Holter)
  • Röntgen des Brustkorbs
  • Blutdruckmessung
  • Blutuntersuchung inkl. spezieller Herzmarker

Kann eine DCM behandelt werden?

Die DCM ist nicht heilbar. Mit einer frühzeitigen Diagnose und einer individuell angepassten Therapie lässt sich das Herz jedoch entlasten und die Lebensqualität vieler Hunde über lange Zeit erhalten.

Regelmäßige Kontrolluntersuchungen helfen dabei, die Behandlung optimal an den Krankheitsverlauf anzupassen.

Fazit

Die DCM ist eine ernstzunehmende, progressiv fortschreitende Herzerkrankung, die vor allem große Hunderassen betrifft. Da sie häufig lange symptomlos verläuft, spielen Vorsorgeuntersuchungen eine entscheidende Rolle. Eine frühzeitige Diagnose ermöglicht eine gezielte Behandlung und kann die Lebensqualität sowie die Lebenserwartung deutlich verbessern.

Gehört Ihr Hund zu einer Risikorasse oder fällt Ihnen eine verminderte Belastbarkeit auf? Vereinbaren Sie gerne einen Termin zur Herzuntersuchung – wir beraten Sie umfassend und untersuchen das Herz Ihres Vierbeiners mit modernen diagnostischen Verfahren.