BOAS (Brachycephales Atemwegssyndrom) – Operation zur Verbesserung der Atmung

27. Juli 2026

Das sogenannte BOAS betrifft vor allem kurzköpfige Hunderassen wie Mops, Bulldogge, Chihuahua oder Cavalier King Charles Spaniel. Durch die besondere Kopfform kann es zu Verengungen der oberen Atemwege kommen, die das Atmen erschweren.

Typische Ursachen sind:

  • Zu enge Nasenlöcher und Nasengänge
  • Ein zu langes oder zu dickes Gaumensegel
  • Eine vergrößerte Zunge
  • Vergrößerte Mandeln
  • Erweiterte Stimmtaschen
  • Verengungen im Bereich von Kehlkopf oder Luftröhre

 

Betroffene Hunde zeigen häufig folgende Symptome:

  • Laute oder rasselnde Atmung
  • Schnarchen
  • Atmung mit geöffnetem Maul
  • Schnelle Erschöpfung bei Bewegung
  • Atemnot, besonders bei Wärme oder Stress
  • In schweren Fällen kurze Ohnmachtsanfälle oder bläuliche Schleimhäute

 

Um die Ursache genau festzustellen, werden verschiedene Untersuchungen durchgeführt. Dazu gehören:

  • Untersuchung des Kehlkopfes (Laryngoskopie)
  • Röntgenaufnahmen
  • Endoskopische Untersuchung der Atemwege

 

Behandlung

Zur Verbesserung der Atmung wird häufig eine Operation empfohlen (BOAS-Operation). Je nach Befund können dabei verschiedene Maßnahmen durchgeführt werden:

  • Erweiterung der Nasenlöcher
  • Kürzung und Verschlankung des Gaumensegels
  • Entfernung vergrößerter Mandeln
  • Entfernung erweiterter Stimmtaschen

 

In vielen Fällen führt bereits die Erweiterung der Nasenlöcher und die Kürzung des Gaumensegels zu einer deutlichen Verbesserung der Atmung.

Nach der Operation

Die meisten Hunde können nach der Operation wieder deutlich besser atmen und gewinnen spürbar an Lebensqualität. Häufig können die Patienten bereits am selben Tag oder am Folgetag wieder nach Hause entlassen werden.