Der Eichenprozessionsspinner (Thaumetopoea processionea) ist ein Nachtfalter, dessen Raupen von Frühjahr bis Sommer auf Eichenbäumen leben. Die größte Gefahr geht von ihren feinen Brennhaaren aus. Diese enthalten ein Nesselgift, das auch noch lange nach dem Verlassen der Nester wirksam bleibt und durch Wind verbreitet werden kann.
Für Hunde, Katzen und andere Haustiere stellen die Brennhaare ein erhebliches Gesundheitsrisiko dar. Beim Schnüffeln, Belecken oder Kontakt mit befallenen Bereichen können die Haare Haut, Augen und Schleimhäute reizen. Typische Symptome sind starker Juckreiz, Rötungen, Schwellungen im Maul- und Nasenbereich, vermehrter Speichelfluss, Husten, Atembeschwerden oder Entzündungen der Augen. In schweren Fällen können Gewebeschäden an Zunge und Schleimhäuten sowie allergische Reaktionen auftreten.
Tierhalter sollten ihre Tiere von befallenen Eichen und den oft gut sichtbaren Gespinstnestern fernhalten. Auch scheinbar verlassene Nester und Bereiche unter Eichen können noch gefährlich sein. Nach einem möglichen Kontakt sollte das Tier nicht weiter an den betroffenen Stellen lecken oder kratzen. Suchen Sie umgehend einen Tierarzt auf, insbesondere bei Schwellungen, Atemproblemen oder starken Beschwerden.
Wichtig: Befallene Nester dürfen nicht eigenständig entfernt werden. Die Beseitigung sollte ausschließlich durch geschulte Fachkräfte mit entsprechender Schutzausrüstung erfolgen. Durch Aufmerksamkeit und Vorsicht lassen sich viele gesundheitliche Risiken für Haustiere vermeiden.
Eichenprozessionsspinner: Gefahr für Haustiere
29. Juni 2026