Giftige Pflanzen für Hunde und Katzen

16. März 2026

Viele beliebte Garten- und Zimmerpflanzen stellen für Hunde und Katzen ein ernstzunehmendes Gesundheitsrisiko dar. Oft reichen bereits kleine Mengen aus, um deutliche Vergiftungserscheinungen hervorzurufen. Viele Giftstoffe machen, abhängig von der aufgenommenen Menge und Dosis, unterschiedlich starke Symptome. Besonders junge Tiere oder neugierige Katzen sind gefährdet, da sie gerne an Pflanzen knabbern. Die folgende Tabelle gibt einen übersichtlichen Überblick über häufige giftige Pflanzen und die typischen Symptome.

Übersicht der Pflanzen und ihrer Symptome

Pflanze Giftwirkung Mögliche Symptome
Oleander enthält starke Herzglykoside Erbrechen und Durchfall; Herzrhythmusstörungen; Zittern und Schwäche; Kreislaufkollaps
Eibe hochgiftige Nadeln und Samen Atemnot; Krampfanfälle; Herzrhythmusstörungen; plötzlicher Herzstillstand
Lilien stark nierenschädigend (besonders für Katzen) Erbrechen; Apathie; akutes Nierenversagen
Dieffenbachie reizende Pflanzensäfte starkes Speicheln; Schwellungen im Maul; Schluckbeschwerden; Erbrechen
Philodendron Calciumoxalat-Kristalle Maulreizungen; Speicheln; Schluckbeschwerden; Erbrechen
Zwiebelgewächse (z. B. Zwiebel, Knoblauch, Schnittlauch) Schädigung der roten Blutkörperchen Erbrechen und Durchfall; Schwäche; blasse Schleimhäute; Atemnot (Anämie)
Eisenhut eines der stärksten Pflanzengifte im Garten starkes Speicheln; Erbrechen und Durchfall; Herzrhythmusstörungen; neurologische Störungen; Atemlähmung
Efeu reizende Inhaltsstoffe (v. a. Beeren) Erbrechen; Durchfall; Speicheln; Unruhe
Buchsbaum enthält Alkaloide Erbrechen und Durchfall; Zittern; Krampfanfälle
Herbstzeitlose Zellgift Colchicin starker, teils blutiger Durchfall; Erbrechen; Kreislaufprobleme; Organversagen

Giftige Pflanzen können bei Hunden und Katzen schwere gesundheitliche Schäden verursachen. Die Beschwerden reichen von Magen-Darm-Problemen bis hin zu lebensbedrohlichen Herz- oder Organschäden. Zeigt ein Tier plötzlich Symptome wie Erbrechen, Durchfall, Zittern, Atemnot oder ungewöhnliche Schwäche, sollte umgehend tierärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden. Vor allem direkt nach der Aufnahme eines giftigen Stoffes kann der Tierarzt, mittels gezieltem Erbrechen- lassen, schnell Abhilfe schaffen. Auch die Möglichkeiten der gezielten Entgiftung mittels Infusionstherapie und giftstoffbindenden Medikamenten ist möglich. Gerade bei schweren Vergiftungssymptomen oder der Aufnahme großer Mengen von Gift kann ein rechtzeitiges Handeln lebensrettend wirken.